EAM und Stadtwerke Kassel arbeiten zusammen

Stefan Welsch (links) und Georg von Meibom ©Foto: pm | nhEnergieversorger beschließen Kooperation und bringen Stärken in gemeinsame EAM-Vertriebsgesellschaft ein
Kassel. Die Städtische Werke AG Kassel beteiligt sich künftig mit 49,99 Prozent als Partner an der EAM Energie GmbH, der Vertriebstochtergesellschaft der EAM. Darauf haben sich die beiden kommunalen Energieversorger verständigt und am Montag entsprechende Verträge unterzeichnet.

Die Geschäftsführung der EAM Energie übernehmen Georg von Meibom, zugleich EAM-Geschäftsführer, und Stefan Welsch, zugleich Vorstand Markt der Städtischen Werke. Zuvor hatte es breite Zustimmung aus der Politik für die Kooperation gegeben. Mit großer Mehrheit hatten sich die Eigentümer der EAM sowie die Kasseler Stadtverordnetenversammlung für eine Zusammenarbeit der beiden kommunalen Unternehmen ausgesprochen.

Bereits seit vier Monaten ist die EAM Energie am Markt aktiv. Nach dem erfolgreichen Start am 1. Juli bietet das Unternehmen jeweils zwei attraktive Öko-Strom- und Erdgasprodukte mit und ohne Preisgarantie an. Auch mit Heizstrom können sich die Kunden bereits von der EAM beliefern lassen. Zudem werden in Kürze auch kommunale Einrichtungen von Gemeinden mit Energie versorgt. Alle Stromprodukte stammen zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen. Das Vertriebsgebiet des Unternehmens erstreckt sich auf die Region von Dassel in Südniedersachsen bis nach Hanau in Südhessen sowie Teile von Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Rheinland-Pfalz.

Regionale Verantwortung übernehmen und Energiewende gestalten

„Wir freuen uns, dass die Kooperation nun besiegelt ist“, erklärte Georg von Meibom. „Ab sofort werden wir die Stärken eines Flächenversorgers mit denen eines Versorgers bündeln, der bereits große Erfahrung in der Kundenakquise vorweisen kann. Unser gemeinsames Ziel ist es, den Vertrieb unter der vertrauten Marke EAM weiter aufzubauen. In der Region gibt es ein hohes Kundenpotential, das wir mit innovativen Produkten und Dienstleistungen ansprechen wollen.“ Durch die Partnerschaft könne die EAM Energie schneller Kunden gewinnen und mögliche Risiken minimieren. Auch die Städtischen Werke blicken der zukünftigen Zusammenarbeit optimistisch entgegen: „Unsere Unternehmen passen gut zusammen, weil wir die gleichen Werte teilen, wie zum Beispiel eine ausgeprägte regionale Verantwortung und das Ziel, die Energiewende vor Ort zu gestalten“, sagte Stefan Welsch. „Gerade beim Thema regionale Wertschöpfung heben wir uns deutlich von unserem größten Wettbewerber E.ON ab, dessen Gewinn fast vollständig aus der Region abfließt. Bei der EAM und den Städtischen Werken verbleibt der Gewinn in der Region.“ Auch daran sollten die Kunden bei der Wahl ihres Energieversorgers denken. Noch immer würden viele Menschen in der Region davon ausgehen, nach dem erfolgreichen Rückkauf der E.ON Mitte AG durch zwölf Landkreise und die Stadt Göttingen automatisch Vertriebskunden der EAM geworden zu sein. Das sei aber nicht richtig, ein Wechsel von E.ON zur EAM erfolge eben nicht automatisch. „Wer künftig Strom- oder Gaskunde bei uns werden möchte, muss einmal selbst aktiv werden und einen Vertrag mit der EAM abschließen“, erläutert von Meibom. „Diesen einen Schritt müssen die Kunden selbst gehen. Wir erledigen den Rest und kümmern uns anschließend um die Klärung aller Formalitäten einschließlich der Kündigung bei dem bisherigen Energielieferanten.“

Um den Kunden auch vor Ort bei einem Wechsel behilflich sein zu können, möchte die EAM auch dort offensiv auf die Kunden zugehen. Geplant ist der Aufbau mehrerer Service-Büros in der Region, in denen die Kunden sich beraten lassen können oder Fragen zu Themen rund um das Thema Energie stellen können.

Nach der beschlossenen Vertriebs-Zusammenarbeit von Städtischen Werken und EAM ist das Projekt offen für weitere Partner: Auch andere Stadtwerke aus der Region haben die Möglichkeit, sich mit bis zu 15 Prozent an der Kooperation zu beteiligen. (pm)

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Dieser Artikel steht seit dem 03.11.2014 13:00 Uhr online.
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